Neues FWF-Projekt: C5aR TURN (Grant DOI 10.55776/PAT4676425)

Das Bild zeigt die Bildung von Tunneling Nanotubes (TNTs), die den Virustransfer zwischen Zellen fördern. Doris Wilflingseder und ihr Team konnten bereits zuvor zeigen, dass die C5aR-Antagonisierung die TNT-Bildung in nicht-immunen Epithelzellen, dendritischen Zellen sowie in DC/CD4+ T-Zell-Kokulturen signifikant hemmt und dadurch die produktive Virusinfektion mit HIV-1 und SARS-CoV-2 reduziert.

Semmelweis Professorin Doris Wilflingseder erhält eine FWF-Förderung, um zu untersuchen, wie das Komplementfragment C5a und sein Rezeptor C5aR Immunantworten während viraler Infektionen beeinflussen. Das Projekt wird analysieren, wann die C5a–C5aR-Signalgebung die antivirale Abwehr unterstützt und wann sie schädliche Entzündungsreaktionen antreibt – mit dem Ziel, Biomarker und therapeutische Ansatzpunkte zu identifizieren.

Mithilfe humaner Zellmodelle wird das Team Signalwege, zeitliche Abläufe und zelltypspezifische Effekte erfassen und die pharmakologische Blockade von C5aR testen. Die Arbeit soll dazu beitragen, präzise antiinflammatorische Strategien zu entwickeln und die Translation von C5aR-gerichteten Wirkstoffen für schwere virale Erkrankungen zu beschleunigen. Gleichzeitig werden NAMs genutzt, um Tierversuche zu ersetzen.

Das Ignaz Semmelweis Institute gratuliert Doris Wilflingseder und ihrem Team herzlich zu diesem wichtigen Erfolg.